Aufstieg in U20-Nationalliga

Früh an diesem wechselhaften Märzsonntag fuhr die U20-Delegation von Hochwald-Gempen nach Schaffhausen. Der Tag X war endlich gekommen. Die Qualifikationsendrunde für die nationale Juniorenliga stand an. Wir reisten mit einem leicht dezimierten und im Schnitt exakt 17 Jahre altem Team in die Stadt am Rheinfall.


Auf den Saisonhöhepunkt haben wir uns in der vergangenen Woche durch ein Spezialtraining auf Basketballkörbe und Mentaltraining bei Andrea Binggeli (Selbständige Mentaltrainerin) vorbereiten. Besonders das Mentaltraining hat uns an diesem entscheidenden Tag ausschlaggebend zum Erfolg verholfen.


Wir starteten in einer sechser Gruppe gemeinsam mit zwei Kantonalmeistern. Der Solothurner Aufstiegsanwärter hiess Meltingen, der aus Schaffhausen Löhningen. Unser erstes Spiel war direkt ein härte Test, den wir nicht bestanden. Im kantonalen Duell gegen Meltingen mussten wir eine relative deutliche 11:7 Niederlage einstecken. Wir haderten zu sehr mit der Schirileistung und waren in der Verteidigung viel zu überheblich. Dadurch konnte Meltingen in 22 Minuten 11 (!!) Körbe erzielen.
Der schwache Start machte unser weitere Gruppenphase relativ simpel. Wir mussten alle Spiele gewinnen, um noch ins Halbfinale einzuziehen. Wir riefen uns noch mal die wichtigsten Punkte aus dem Mentaltraining in Erinnerung und wollten nicht am vergangenen Match oder an zukünftigen Duellen herumgrübeln. Was zählte war immer der Moment. Jeder einzelne Angriff und jede Verteidigungsphase, in der man sich gerade befindet. Die beiden folgenden Spiele gegen Frauenkappelen (8:3) und Oberaach (7:5) konnten wir klar für uns entscheiden.


Dann stand uns Löhningen als nächster Gegner gegenüber. Die Schaffhauser hatten im vorherigen Spiel Meltingen mit 7:6 geschlagen. Dadurch ergab sich für uns eine schwierige Ausgangslage. Logischerweise mussten wir Löhningen schlagen. Doch das alleine reichte nicht. Da Löhningen, Meltingen und wir im Falle unseres Sieges alle gleichviele Punkte hätten, würde das Korbverhältnis aus den drei Direktbegegnungen entscheiden. Mit der 11:7 Niederlage im ersten Spiel hatten wir es uns nicht gerade einfach gemacht. Ein Sieg mit 3 Körben Differenz war nötig, um die Gruppenphase noch überstehen zu können. Dies wurde vom Coach vor dem Spiel klar kommuniziert. An diesem entscheidenden Wendepunkt zahlte sich aus, was wir im Mentaltraining gelernt haben. Wir nahmen die Herausforderung an, wollten alles geben und nicht über ein Versagen nachdenken. Was das blutjunge Team in den folgenden 22 Spielminuten ablieferte, war schlicht sagenhaft. Jeder Angriff wurde konzentriert angegangen und in der Defensive wurde bärenstark verteidigt. Nach jedem Korberfolg zeigten wir in der Defensive eine Leistung die den Gegner zur Verzweiflung brachte. Zwischenzeitlich zogen wir auf 6 Körbe davon und am Ende gewannen wir gegen einen sehr starken Gegner mit 9:4. Durch den Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Studen (9:5) qualifizierten wir uns für das Halbfinale.


Dort wartete mit Buchberg-Rüdlingen ein weiteres starkes Schaffhauser-Team. In diesem Spiel zeigten wir Phasenweise, dass unsere Nerven doch nicht aus Stahl waren. Das Spiel war bis kurz vor Ende ausgeglichen. 2 Minuten vor Schluss konnte unsere Jungspund Nikolai einen Drehwurf aus vier Meter Entfernung im Netz versenken. Dieser Schuss sollte uns wenig später den Aufstieg sichern. Beide Teams hatten danach noch beste Chancen. Aber auf beiden Seiten versagten die Nerven komplett. Schlussendlich gingen wir als Sieger und Aufsteiger vom Platz!! Das Juniorenteam schrieb mit dem Aufstieg seit 13 Jahren in die oberste u20-Spielklasse Vereinsgeschichte. Hut ab vor dieser Leistung!


Auch das Finale gegen Nenninghofen-Lüsslingen (Sieger im Duell gegen Meltingen nach Verlängerung) war hart umkämpft. Dieses Duell verloren wir jedoch knapp mit 11:10. Unsere Freude über den Aufstieg konnte dieser kleine Dämpfer jedoch nicht trüben. Zumal wir uns mit den Bahlstalern sehr gut verstehen. An dieser Stelle herzlichen Glückwusch zum ersten Platz!


Auch einen herzlichen Dank an die mitgereisten Zuschauer und Fahrer!


Es spielten:

Nico Weiser, Nikolai Gschwind, Timo Held, Rony Grolimund, Damian und Tristan Meier, Michael Fischer und Benjamin Wittkowski


Es coachten:

Jonathan Wittkowski und Yves Halter


Fürs Team

Jonathan